Dienstag, 12. August 2008

Umzug

Hallo meine Lieben!

Wie viele schon gelesen haben, ist mein Madrid-Abenteuer nun zu Ende. Doch, wie sollte es in Ninas Leben auch anders sein, steht schon das nächste vor der Tür: Ab September 2008 werde ich fünf Wochen in Südengland verweilen und dort ein Praktikum an einer Schule machen. Die armen Kinder!

Nun ja, da ich diese zukünftigen Erfahrungen schlecht unter "Nina en Madrid" beschreiben kann, habe ich den nächsten Blog erstellt. Ihr erreicht mich und meine Abenteuer nun unter folgender Seite:
nina-in-england.blogspot.com

Gleiches Prinzip, anderer Ort :-)

Hasta la vista,
Nina

Freitag, 11. Juli 2008

Abschied

Hätte ich vorher ja nicht gedacht, dass ich "JUCHU" schreie, wenn feststeht, dass ich wieder nach Deutschland und somit aus Madrid weg darf. Aber nun ist es endlich soweit!!!! Und da ich die ganze Zeit von Berlin geträumt habe und dahin wieder zurück wollte, hat sich meine toller Freund auch überreden lassen wieder mit mir dorthin zu ziehen!!!! Ja, ja, ja! Heute ist Freitag Morgen und heute Abend flieg ich schon in mein geliebtes Berlin, so dass ich morgen früh unsere neue Wohnung übernehmen kann. Ach ja, ich freu mich. Aber um unseren Abschied gebührend zu feiern, haben wir noch mal eine kleine Abschiedsreise durch Spanien und dann auch noch teilweise Frankreich gemacht. So haben wir nun letztendlich doch sehr viel von unserem Gastland gesehen. Das machte auch alles mehr Spaß als das Leben in Madrid... Also, neue Fotos gibt's im neuen Album "Abschiedsreise"...

Aber ein paar kleine Anekdoten kann ich ja noch erzählen, zum Beispiel wie das Ganze dazu kam, dass so kurzfristig abgereist wird:

Meine Uni ist ja schon seit längerem vorbei, da ich außerdem nur Teilnahmeschein brauchte, musste ich auch keine Klausur schreiben und hatte so den Prüfungszeitraum im Juli frei. Philipp hatte hingegen noch sein Projekt mit dem Unternehmen, was zum Studium gehört. Das wussten wir geht bis zum 4. Juli. Philipp wusste aber noch immer nicht, was er dann machen wollte. Entweder direkt arbeiten oder noch ein Praktikum machen. Das Problem dabei ist, dass er bis zum 22. September eins der beiden haben muss, damit sein Studium angerechnet wird. Doch was macht man bis dahin? Da ich ja auch noch meinen Aufenthalt in einem englischsprachigen Land brauche, kamen wir spontan auf die Idee die Sommermonate in einem englischsprachigen Land zu verbringen. Bloß muss ich ja auch irgendwas dort machen, damit meine Uni das anrechnet. So waren Gibraltar in der Auswahl mit einer Nursery, also einer Art Krippe/Kindergarten, und mehrere Städte in Großbritannien, die Summer Schools anbieten. Leider wollten die aber nur bereits vollständig augebildete Lehrer und für Assistenten hatten sie so kurzfristig keinen Bedarf. Ist ja auch irgendwie verständlich, wenn ich im Juni anrufe und für Juli einen Job haben will... Na ja, dann war es eigentlich auch schon mit Gibraltar geklärt, dass ich dort arbeiten soll. Ich telefonierte mit der Leiterin und machte mit ihr aus, dass ich nach meinem Kurzaufenthalt in Deutschland direkt nach Gibraltar kommen soll. Als ich wie vereinbar noch einmal anrief, hieß es, dass sie aber die ganze Woche über nicht da sei. Warum bestellt sie mich dann zu ihr??? Also, war auch diese Sache gegessen. Ich konnte nichts finden, also war mein Teil der Planung vorbei. So war es an Philipp sich etwas zu überlegen – "Nina kommt dann einfach mit" war die Devise.
Doch auch ihm fiel nichts ein bzw. konnte er sich nicht entscheiden. Da ich schon die ganze Zeit von Berlin redete und wie gern ich dahin zurück möchte, sagte er dann irgendwann, dass ich nach einer Wohnung mit Stellplatz und DSL suchen soll. Wenn ich die finde für sofort, ziehen wir um, wenn nicht, bleiben wir noch die nächsten Monate in Madrid. Da war die Motivation natürlich SEHR hoch, direkt etwas in Berlin zu finden. Da tippte ich mir die Finger wund und redete mir den Mund fusselig – war aber auch erfolgreich. Hab also am Freitag (4.7.) eine E-Mail an die Wohnung geschrieben, dass wir interessiert seien. Am Samstag hat uns dann das Reisefieber gepackt. Sprich, ich packte ein paar Sachen in den Koffer und los ging's. Nach Valenica, Zaragoza (EXPO), Bilbao, San Sebastian, Biarritz und Bayonne (beides in Frankreich!), Burgos und schließlich zurück. Wieder in Madrid (= Nacht von Montag auf Dienstag) sah ich die E-Mail, dass wir die Wohnung kriegen könnten. Juchu! Endlich klappt etwas auf Anhieb. Dienstag Morgen rief ich dann direkt an und machte alles klar. Hab dann direkt meinen Flug für Freitag gebucht, mit dem Hausmeister einen Termin für Samstag Morgen für die Schlüsselübergabe ausgemacht und ein Hotelzimmer gebucht. Philipp wollte Donnerstag Morgen losfahren, weil er noch einen Zwischenstop zu Hause einlegen musste und wollte. Dann ging's ans packen – diesmal richtig. Schließlich mussten alle Sachen wieder mit nach Berlin und aber auch ins Auto passen :-). Ich entwickelte mich zum wahren Packkünstler und überraschte Philipp als das Auto gerade mal halb voll war, dass das alles ist. Große Augen hat der gemacht... Denn auf der Hinfahrt – als ER alles eingepackt hat – konnte er kaum noch durch den Rückspiegel etwas sehen... Nun hatte er aber freie Sicht.

Das heißt also, dass ich seit gestern Morgen alleine in Madrid bin, großen Hausputz machen musste, einen Termin mit der Vermieterin der Garage zur Schlüsselübergabe hatte und mit der Vermieterin von der Wohnung ausmachte, dass wir uns heute um 15h treffen. Dann waren nur noch das bekannte Museum Madrids. der Prado, die Schließung meines Bankkontos und die Abgabe der Telefonica-Geräte übrig. Nachdem ich also die "Endreinigung" fertig und auch den Garagenschlüsesl abgegeben hatte, machte ich mich auf dem Weg zum Museum. Das Gebäude ist echt beeindruckend, aber für mich waren es dann doch zu viele Bilder, um die alle interessant zu finden. Na ja, nun war ich wenigstens drin!

Wieder zu Hause fiel mir dann ein, dass ich mich ja noch immer nicht mit Christos getroffen hatte, der durch Zufall auch in Madrid lebt. Nochmal zur Erinnerung: er studierte ebenfalls an der Uni Dortmund, ist Halbgrieche und ich habe bei seiner Mutter in Athen gewohnt. Also rief ich ihn kurzum an. Komischerweise ahnte er schon, dass ich sehr bald abreise und noch so ein kurzfristiges Treffen organisieren wollte. Das Beste an dem ganzen Telefonat war allerdings als sich herausstellte, dass wir beide heute Abend um 20h mit easyJet nach Berlin fliegen!!! Nach dem großen Lachanfall machten wir dann aus, dass wir uns am Flughafen treffen und uns ja dann lange im Flugzeug unterhalten können :-))) Wahnsinn, oder?!

Ja, und heute Morgen konnte ich dann endlich die Konto-Geschichte mit der Deutschen Bank klären. Hab die gestern nicht erreicht. Es ist aber in Ordnung, wenn ich von Deutschland aus einen Brief schreibe mit meiner Kündigung des Kontos. Alles geritzt also. Dann kam aber die üble Aufgabe: ich musste mich mal wieder mit Telefonica rumstreiten, da noch immer keiner hier war, um die Geräte abzuholen (das sollte schon vor 2 Wochen passieren) und ich auch noch immer keine Bestätigung meiner Kündigung habe. Da muss man echt Dampf machen in dem Laden! Na ja, telefonisch wurde mir dann alles bestätigt und der Tyo versprach mir, dass er noch Mitarbeiter heute bis 14h vorbei schickt, die die Geräte abholen. Wenn nicht, bring ich die in den Telefonica-Shop und lass mir bestätigen, dass ich sie abgegeben habe. Die sollen froh sein, dass die bei so einger Un-Organisation die Sachen überhaupt wiederkriegen!!!

Tja, und jetzt sitz ich hier und warte. Hab alles fertig geputzt, alles fertig gepackt und versuche noch alle Reste aufzuessen :-)

In diesem Sinne würde ich sagen – bis zum nächsten Mal aus Berlin :-)

Filakia, Besitos und Grüße,
Nina

Donnerstag, 26. Juni 2008

Spannend bis zum Schluss

Ach ja, da ist es ja schon wieder etwas länger her, dass ich was schreiben konnte. Zwischendurch war ich mal wieder kurz in Castrop-Rauxel, meiner tollen Heimatstadt und auch in meiner tollen Universität, um ein paar Bücher zu kopieren. Und dass nur, weil meine Dozenten, die ja ach so viel zu tun haben, mir beim ersten Mal nicht sagen konnten, was ich lesen soll. Also kommt das Ninchen, ganz nach High-Society-Art, mal wieder eingeflogen – diesmal zwar für keine Prüfung, sondern um zu kopieren...

Und was ich davor alles erlebt habe? Eigentlich so gut wie nichts. Madrid hat sein eigenes Wetter und daher doch mehr Regen und Wolken gehabt, als so manch ein Ort in Deutschland. Unfassbar eigentlich, aber das ist dann auch Spanien. Dementsprechend saß ich mehr zu Hause als in der Sonne und informierte mich über so einige Dinge. Zum Beispiel über die Möglichkeit eines weiteren Studiums. Schließlich bin ich mit meinem eigentlichen Lehramtsstudium schon fertig, muss aufgrund universitärer Bürokratie allerdings bis Juni 2009 – sofern alles klappt – warten, dass ich all meine Prüfungen machen darf. Daher hab ich sehr viel Zeit dazwischen und muss mich nur noch mit meiner Staatsarbeit rumschlagen – für die ich übrigens nicht die leiseste Idee habe (Anregungen dringend erwünscht ;-)).
Also habe ich seit ein paar Wochen meinen eigenen Privatlehrer für Marketing – auch mein Freund genannt. Könnte ja ganz romantisch sein, dass er sein übermäßiges Wissen mit mir teilen möchte, doch habe ich manchmal das Gefühl, dass er der schlimmste Lehrer ist, den ich je hatte :-). Dementsprechend haben wir uns beide gedacht, da ich die Sache ganz gut mache und sie mir auch an vielen Stellen gefällt, dass ich doch einfach noch einen Bachelor in BWL mache :-) Das Ninchen und BWL – das muss man sich mal vorstellen. Aber irgendwie füllte sie dann die Einschreibungsunterlagen für die Fernuniversität Hagen aus und ist nun auch noch BWL-Studentin zum Wintersemester 08/09. Es musste ja eine Fernuni sein, damit ich mit meinem Privatlehrer um die ganze Welt reisen und trotzdem noch mein Zweitstudium absolvieren kann. Ach ja, ich vergaß auch, dass ich kurz vorher ja noch in England, genauer West Sussex bin, und dort mindestens 5 Wochen englische Kinder unterrichten werde. Bin mal gespannt. Wen das alles verwirrt, bitte nicht fragen, so ganz habe
auch ich den Durchblick nicht mehr ;-)

Wie man also sieht, geht mein Leben in Madrid so allmählich zu Ende. Wir haben zwar nun schon Ende Juni, doch wissen wir beide nicht, wo wir im Juli sein werden. Bleiben wir hier? Sind wir in Dubai oder sonstwo? Werde ich in Castrop sein? Ich habe keine Ahnung. Ich weiß nur, dass mein Prüfungszeitraum am 28.7. beginnt, am 30.8. endet und ich in dieser Zeit zwei Prüfungen schreiben werde. Von wo aus ich zu dieser Prüfung komme – noch sehr ungewiss.

Also muss ich mir die Zeit hier in Madrid mit mehr banaleren Dingen vertreiben. Neue Haarfarben zum Beispiel. War ich Anfang Mai noch sehr erblondet nach Deutschland gekommen, bin ich nach 3 Friseurbesuchen so dunkelbraun wie ich es noch nie war. Aber das ist eine andere Geschichte, da darf man mich gern anrufen ;-)

So, ich denke, das war es erst einmal. Heute war mal wieder eine kleine Störung mit der Wohnung. Der Strom war weg. Die Latinos vom Havana-Cafe direkt unter mir haben ein wenig zu viel und zu tief in der Hauswand rumgekloppt, um eine neue Klimaanlage anzubringen. Irgendwann machte es "klack" und alles war weg – ich war sozusagen von der Welt abgeschnitten. Doch nicht nur ich hatte mein Lebenselixier verloren, auch mein Kühlschrank und Eisfach. Und diese beiden brauchten den Strom bei über 30°C ganz schnell wieder. Also bin ich runter, um zu fragen, was denn da los sei und ob sie das nicht ganz schnell mal wieder hinkriegen könnten. Doch anstatt mir zu helfen und mir vielleicht zu sagen, wen man anrufen könnte, stellte man mir lieber Fragen, ob ich schon verheirat sei, Kinder habe etc. Denn WENN ich schon verheiratet sei, könnte man mir nicht weiterhelfen !!! Das muss man sich mal vorstellen. Weder Philipp noch meine Vermieterin konnte ich erreichen und war mal wieder auf mich allein gestellt. Der Einzige, der im Haus war, war der Nachbar von ganz oben, der allerdings mit Krücken und verletztem Fuß nicht ganz so viel richten konnte.... Mittlerweile hat es aber nochmal "klack" gemacht und der Strom ist wieder da. Mal schauen, wie lange noch. Und mal schauen, wie lange es noch dauert, dass ich den Typen vom Cafe eine klatsche....

In diesem Sinne – das Leben bleibt spannend bis zum Ende...
Alles Gute und viele Grüße aus Madrid,
Nina

Mittwoch, 28. Mai 2008

Internet, mein liebes Internet

Es waren einmal ein Philipp und eine Nina, die gemeinsam nach Madrid gingen, um dort das Unileben kennenzulernen. Für ihr Studium in Madrid und auch in Deutschland brauchten die beiden unbedingt einen Internetanschluss. Wider Erwarten, hat das auch schnell geklappt, doch dann kam eine Katastrophe, mit der sie nicht rechnen konnten: ein Rohrbruch mitten unter ihrem Fenster. Kurze Zeit später, nachdem schon unzählige Liter Wasser aus der Tiefe das Tageslicht erblickt hatten, erlosch das lebensnotwendige Lämpchen mit der Weltkugel auf einem ihrer Geräte. Ab diesem Zeitpunkt waren sie von der Außenwelt abgeschlossen und hatten keinen Zugang mehr zu Informationen, die über ihr Leben entscheiden können. Tage und Tage vergingen, sie suchten nach alternativen Lösungen und quartierten sich in diversen Fast-Food-Ketten ein, um wenigstens für kurze Zeit einen Kontakt nach auße herstellen zu können. Ganze acht Tage verweilten sie in diesem Zustand, bis zwei Engel von der spanischen Telefongesellschaft mit ihren Zauberinstrumenten das Lämpchen mit der genannten Weltkugel wieder zum Leuchten brachten. Waren jener Philipp und jene Nina froh! Doch sollte diese Freude nicht allzu lange anhalten. Schließlich wollte Philipp noch mehr Kontakt zur Außenwelt und ein ganz besonderes Ereignis dieses Jahres, genannt EM, nicht verpassen. Das Internet sollte also noch einen kleinen Bruder bekommen, den die Telefongesellschaft Imagenio nennt. Wieder kam ein Engel, diesmal sogar mit richtigen Engelslocken, und wollte den kleinen Bruder bringen. Doch der große Bruder wollte wohl kein Geschwisterchen haben und zickte ein bisschen rum. Deshalb versteckt er sich manchmal und sein neues Lämpchen am neuen Router, blickt ganz hektisch. Dann kam auch noch die Wiege für das kleine Brüderchen, TV genannt, und seitdem ist auch der kleine Bruder ein bisschen zickig, sie gefällt ihm wohl nicht. Also gibt es hektischen oder gar kein Blinken und auch kein Imagenio... Da muss der Engelslockenengel wieder kommen, doch hat der soviel zu tun mit seinen Zauberkunsten, dass es noch ein wenig dauern wird, bis die beiden sich vertragen...
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann blinken sie auch heute :-)

Sonntag, 18. Mai 2008

Apropos Langeweile

Also ich weiß ja nicht, was Gott mir da für ein Zeichen schicken wollte. "Just" habe ich den vorigen Eintrag abgeschickt, ging's auch schon los. Wir wollten gerade wie gesagt zu dem tollen Feiertagsfest, da schaut Philipp aus unserem Wohnzimmerfenster auf die Straße und ruft erschrocken nach mir. Da sah ich auch schon das Unglück: unsere gesamte Straße war von Wasser überschwemmt und die Ursache kam aus dem Haus gegenüber und – noch viel schlimmer – aus der Eingangstür unseres Hauses! Hier bekommt man einen kleinen Geschmack davon:



Tja, wir rannten dann direkt runter und der gesamte Keller stand auch schon unter Wasser. Dann kamen nacheinander erst die Polizei, dann die Feuerwehr und dann auch noch Kanalarbeiter. Und das Wasser lief und lief und lief und hörte gar nicht mehr auf. Es war wohl ein Rohrbruch, der dann auch kurze Zeit später unseren Telefonanschluss inklusive Internet zum Zusammenbruch zwang. Schrecklich. Das war Donnerstag Nachmittag. Heute haben wir Sonntag, frühen Abend, und ich sitze bei McDonald's (!) und missbrauche deren kostenlosen Internetzugang für meine Zwecke. Nicht, dass ich Freitag Morgen direkt bei Telefonica – sprich der spanischen Telekom – anrief und sogar jemand 7 Stunden später bei uns auftauchte. Das Schlimme war, was er uns mitteilte, nachdem er stundenlang hoch und runter rannte, wieder draußen auf der Leiter stand und sonst so um's Haus rumspuckte: Ausgerechnet unsere Telefonleitung ist durchgebrochen, alle anderen sind heil. Doch kann er da nicht ran, weil man dafür die Wand aufbrechen und ein neues Kabel legen müsste und da müsste erst einmal der Hauseigentümer zustimmen... Bitte???? Also rief ich direkt unsere Vermieterin an, die aber auch nichts mehr regeln konnte, sondern nur noch sagte, dass mittlerweile alle im Haus kein Telefon mehr hätten. Frühestens Montag könnte man die Hausversicherung kontaktieren. Ey, das ist doch wohl wirklich ein Scherz! Denn es war ja nicht nur das Internet, sondern auch noch das Wasser weg. Das war wenigstens Freitag Mittag wieder da. Wenigstens hatten wir noch ein paar Wasserflaschen, um ein paar Dinge zu erledigen ;-)

Tja, und so sitze ich wie gesagt neben Philipp bei Mäckes, denn der muss ausgerechnet auch noch eine ganze Präsentation mit seiner Gruppe über das Internet fertig stellen. Echt dumm gelaufen. Aber so waren wir dann gestern wenigstens noch mal raus aus Madrid. Denn wenn man den Himmel über Madrid vor lauter Wolken nicht mehr sieht und a
uch aufgrund des fehlenden Internets die Bundesliga nicht gehört/gesehen werden kann, kann man auch etwas außerhalb der Wohnung machen. Also fuhren wir nach Ávila. Etwa 100km von Madrid entfernt... Hier ein kleiner Eindruck von Ávila, den Rest gibt's wie immer unter "Meine Abenteuer":


Und, wie Touristen so sind, dachten wir uns dann, dass wir eigentlich auch noch nach Segovia fahren und uns das tolle römische Aquädukt anschauen könnten. Wir hatten ja noch viel Zeit und die beiden Orten liegen recht nah beieinander. Das taten wir dann auch... Segovia hat neben genanntem Aquädukt noch eine ganz tolle Burg, ein Alcázar, um genau zu sein. Das ist dieses:


Und den Rest der Fotos gibt's natürlich am gleichen Ort – "Meine Abenteuer".

So, bin immer noch bei McDonald's und habe mein "Helado y Cafe", also Kaffee mit Eis ausgetrunken und werd mir nun vielleicht etwas zu essen holen.

Liebe Grüße und Filakia,
Nina

PS: Drückt mir die Daumen, dass ich bald wieder zu Hause Internet habe!


Donnerstag, 15. Mai 2008

Mich gibt's noch!

Meine Güte, bevor wieder ein ganzer Monat vergangen ist nach meinem letzten Eintrag, wollte ich doch noch schnell was schreiben.
Waren das wieder aufregende Wochen! Na ja, eigentlich überhaupt nicht und deshalb steht hier auch so wenig. Das Einzige was zählte waren nämlich meine mündlichen Examensprüfungen Anfang Mai – für die ich extra nach Deutschland geflogen kam.

Ach ja, war das ein langes (und auch langweiliges) Lernen. Meine ganze Wand neben mir hing voll mit Zettelchen und Landkarten von England. Ne ne... nicht noch mal! Hab dann aber doch alles gut überstanden und mit ganz passablen Noten mein Studium in diesen zwei Bereichen – Sprachwissenschaft und Amerikanistik – abgeschlossen. Das war dann doch ein komisches Gefühl.
Ein ganz anderes komisches Gefühl war auch, sich wie auf Urlaub zu Hause zu fühlen. Ich wurde schön eingeladen – danke Gina ;-) – und es wurde extra für mich gegrillt – danke Predis ;-) – und ich wurde auch ganz toll mit leckerem Essen empfangen – hier dann nochmal danke Mama :-). Schließlich lebe ich hier in Madrid auf Fleischentzug – und dass, obwohl ich doch so gerne meine leckeren Spieße esse...

Tja, nach ein paar Tagen, genauer gesagt nach knapp einer Woche ging's dann wieder nach Hause. Leider ohne neues Lernmaterial im Gepäck. Denn obwohl die nächsten Prüfungen im Sommer anstehen, hatten meine tollen Professoren keine Zeit für mich, mit mir über die Prüfungen zu
sprechen. So weiß ich zwar nun, DASS ich geprüft werden, aber noch nicht über was. Das heißt wiederum, ich darf dann noch mal kurz einfliegen – diesmal um KOPIEREN zu gehen. Das ist nicht ganz so dekadent wie mal eben für eine Prüfung zu kommen :-)
Aber mal schauen, ich hab da noch so eine andere Idee, vielleicht lässt sich die ja verwirklichen und mein Schatzi kann mich hier behalten und ist nicht wieder zutiefst sauer wegen meiner Abwesenheit – ne, Philipp? ;-)

Tja, ansonsten hab ich wirklich nicht vi
el zu berichten. Hab während meiner Unitage ein paar süße Fotos gemacht. Einmal vom Mohnfeld, was man aber leider nicht so gut erkennen kann. Aber trotzdem war ich Gina das Bild schuldig. Also, bitte einmal das Mohnfeld direkt an der Uni:


Und dann waren doch noch ganz süße kleine junge Kätzchen mit ihrer Mama im Gebüsch. Die Kleinen haben so laut miaut, dass ich auf sie aufmerksam wurde. Am besten ist die hintere, die so verstohlen unter dem Blatt herlukt:



Heute und morgen ist hier frei, dafür gab's aber keine freien Pfingsttage. Meine mit einzige "Freundin" hier fährt nun auch wieder nach Deutschland, so dass ich Parties nun endgültig abhaken kann. Aber ich war ja auch nur 1,5 Mal im Februar, sprich in meiner ersten Woche, hier in Madrid raus. Egal!

Nun, dann werd ich mal schauen, dass wir hier auf das Feiertagsfest gehen und gucken, ob die auch so Bierstände wie in Deutschland haben :-).

See ya soon,
Nina

Mittwoch, 16. April 2008

El estrés

Mein lieber Blog, lange hab ich dich nicht gesehen und musste dich missen.
Denn ich musste im Kindergarten die deutsche Fahne hissen.
Und lernen noch hinzu,
von Geistern und Gespenstern,
die machten alle buh!

So nach dem kleinen Reimchen hab ich dann auch mal wieder die Poesie beiseite gelegt. Nach unzähligen Tagen mit Kindergeschrei, Rotznasen putzen, zum 100.000sten Mal "Nein, nicht!"-Sagen bin ich nun heute dem Kindergarten entflohen. Denn schließlich bekam ich noch ein kleines Mitbringsel: eine kleine Erkältung. Da ich heute kaum noch etwas mitbekommen habe und nun auch die ersten Läusefälle auftauchten wie man mir sagte, hörte ich mein Bett zu Hause ganz laut nach mir rufen :-) Dort lieg ich nun und überlegte mir, was ich mit dieser geschenkten Zeit machen könnte. Natürlich könnte ich weiter über Vampire und hübsche, aber leider tote Fräulein lesen, doch da war ja noch was: Mein Blog, den ich ja so vernachlässigt habe, dass ich schon Nachrichten bekam, er sei wohl auch gestorben.

Aber nein, mit neuen Fotos und neuen kleinen Geschichten wird er nun wiederbelebt. Also, falls sich schon jemand gewundert hat, warum ich von Kindern und Schreckgespenstern (was manchmal nicht so weit voneinander entfernt ist) spreche, hier kommt die Aufklärung:
  • Für mein Studium in Deutschland brauchte ich noch ein zweiwöchiges Praktikum in einer Kinder- oder Jugendeinrichtung. Da hier in Madrid auch sehr viele Deutsche leben, gibt es dementsprechend auch sehr viele deutsche Einrichtungen. Von diesen habe ich mir dann die ABC-Schule ausgesucht und konnte direkt dort starten und habe auch schon ein wundervolles Zeugnis erhalten, das ich meinem Praktikumsbüro in Dortmund unter die Nase halten kann ;-)
  • In der ersten Maiwoche ist Panik angesagt. Denn am 5. und 6. Mai habe ich nun meine ersten beiden mündlichen Examensprüfungen. Eine davon in der Amerikanistik, die über Gothic Literature geht. Demnach ist mein Kopf voll von dunklen Schlössern und Klöstern, Halbtoten, dem Teufel und eben jungen, wunderhübschen Frauen, die ein starker Held retten muss. Die Vorbereitung für die andere Prüfung startet spätestens in zwei Tagen. Dann sind die Geister abgeschrieben und Nordengland tritt mit seinen vielzähligen Dialekten an deren Stelle *freu*
Tja, und zwischendurch war ich mit meinem kleinen Schätzchen in Toledo, ganz in der Nähe von Madrid (dort spielt übrigens auch eine dieser Gothic-Geschichten!). Ganz tolle Stadt, sehr mittelalterlich, man sieht noch sehr gut die arabischen als auch christlichen Einflüsse. Wir hatten auch sehr gutes Wetter. Dieses tolle Wetter und die doch sehr bergige Landschaft der Stadt brachten eine große Durststrecke mit, so dass ein sehr lustige, und vor allem vielsagendes Bild von mir zustande kam. Schaut es euch an, die Bilder findet ihr im Album "Meine Abenteuer". Hier hab ich auch noch ein kleines Video, in dem ich Toledos Bauweise erkläre:



video

War also insgesamt alles sehr nett. Jetzt muss ich mich aber auch wieder meinen Gespenstern zuwenden.

Ich hoffe, bis sehr bald!!!

Filakia
Nina